FitLine Sport

Anna von Boetticher war schon an vielen Orten der Welt zuhause: Madrid, New York, London. Sie studierte Literatur und Theater in München und lebt zurzeit in Berlin. Dort betreibt sie einen Buchladen mit ihrer Mutter und geht 2019 mit ihrem Buch In die Tiefe selbst unter die Autorinnen. Darin erzählt sie von ihrer Leidenschaft: dem Tauchen.

Denn Anna ist auch noch Extremsportlerin. Sie kommt sechs Minuten lang ohne Luft aus. Mit nur einem Atemzug taucht sie über 100 Meter tief. Je tiefer man taucht, umso mehr wird die Lunge zusammengedrückt, bis auf die Größe eines Apfels. Mit einem um 25% verkleinerten Lungenvolumen liefert Anna in der Tiefe Höchstleistungen ab. 33 nationale Rekorde, dreimal WM-Bronze und ein Weltrekord zeichnen sie als erfolgreichste Apnoetaucherin Deutschlands aus. Wenn man sie fragt, warum sie die Tiefe der Weltmeere so fasziniert, zitiert sie gerne den Regisseur von Titanic, James Cameron: „Because it fills my heart with wonder“ („Weil es mein Herz staunen lässt“). Seit 2013 vertraut sie vor und nach ihren Ausflügen ins tiefe Blau den FitLine-Produkten. Im Interview spricht sie über die Faszination und Risiken des Apnoe-Tauchens und darüber, dass man sich als Mensch viel zu oft selbst im Weg steht, anstatt seine Träume zu verfolgen.

  1. Mit 17 Jahren hast du mit dem Tauchen angefangen, damals noch mit Sauerstoffgerät. Heute, mit 48 Jahren, nimmst du nur einen einzigen Atemzug bevor du in die Tiefe abtauchst. Warum?

Ich wollte etwas Erfahrung in Apnoe sammeln, um mich und meinen Körper besser kennen zu lernen und in einer ohne-Luft-Situation vielleicht einmal besser die Ruhe bewahren zu können. Mich fasziniert es, zu erleben, dass es mir als Mensch möglich ist, meinen Körper und meinen Geist an den Lebensraum Unterwasser anzupassen. Dort ohne Angst oder Stress zu sein und die Umgebung intensiv wahrzunehmen, ist schon ein einmaliges Erlebnis.

 

  1. Nicht viele Menschen können sagen, dass sie schon mal 100 Meter tief im Meer geschwommen sind. Wie sieht die Welt dort unten aus? Kommen auch ab und zu mal ein Hai oder anderer Meeresbewohner in die Quere?

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass es in 100 Meter Tiefe dunkel, kalt und schrecklich ist und dass ich Qualen erleide, um mich dort aufzuhalten. In Wahrheit ist das Wasser, in dem ich so tief getaucht bin, so klar, dass es auch in 100 Metern noch hell genug ist, um den Tiefenmesser abzulesen. Die Temperatur dort unten ist im Sommer ca. 24/25C°. Ich habe keinen Stress, keine Schmerzen und keine Angst und genieße es, die Umgebung in mich aufzunehmen. Man sieht dort unten durchaus auch Fische. Sogar ein großer Hai umkreiste einmal bei einem Wettkampf über eine Stunde lang unsere Leinen nahe der Oberfläche – ein wunderschönes Erlebnis.

  1. Wo tauchst du am liebsten?

Das rote Meer ist einer meiner Lieblingsplätze, aber ich mag vor allem die Abwechslung und suche immer wieder die extremen Umgebungen – z.B. das Tauchen mit Orcas und Buckelwalen am norwegischen Polarkreis im November, bei Dunkelheit und Eis und Schnee, eines meiner schönsten Erlebnisse bisher. Im Moment bin ich auf dem Weg zu der vielleicht größten Reise meines Lebens: Es geht zum Tauchen in die Antarktis.

  1. Extremsport Apnoetauchen: Was kann bei einem Tauchgang alles schief gehen? Hattest du schon einmal ein gefährliches Erlebnis?

Das Risiko beim Apnoetauchen ist die Ohnmacht. Ähnlich wie das Hinfallen beim Skifahren kann man nie ausschließen, dass sie einen erwischt. Die Ohnmacht an sich ist nicht so schlimm. Man wird schnell wieder wach, wenn der Partner einen aus dem Wasser fischt. Wenn man allerdings ungesichert ohnmächtig wird und keiner sofort zur Rettung eilt – egal wo, auch in der Badewanne – ertrinkt man. Das bedeutet für uns: Niemals allein üben. Auch ich bin schon ohnmächtig geworden, aber ich war gut gesichert und wurde schnell gerettet.

 

  1. Anders als bei anderen Leistungssportarten, kann man als Apnoetaucher auch mit 30, 40, 50 Jahren noch sehr erfolgreich sein. Mit 48 Jahren bist du das perfekte Beispiel dafür. Was glaubst du, woran das liegt?

Ich denke, es liegt zum Teil daran, dass Apnoetauchen sehr stark vom Kopf abhängt. Andererseits glauben wir zu oft, dass andere Sportarten ab einem gewissen Alter nicht mehr gehen. Die Karriere der meisten Sportler fängt jung an und irgendwann haben sie auch genug. Doch man sieht auch immer wieder Ausnahmen – ein Japaner mischt noch mit über 40 an der Weltspitze im Skispringen mit. Auch in den Ausdauersportarten wie Marathon und Triathlon sieht man häufig ältere Athleten an der Spitze.

Ich stelle fest, dass ich heute leistungsfähiger und fitter bin als mit 20. Wenn man sich aber selbst oft genug erzählt, dass man zu alt und nicht mehr so gut ist wie früher, dann erzeugt man damit auch seine eigene Wahrheit. Ich bin fest überzeugt, dass das sehr oft nicht stimmt – denn die Erfahrung und das Gespür für den eigenen Körper, das man mit der Zeit gewinnt, gleichen sehr viel aus. Wenn man merkt, dass man anfängt sich selbst zu erklären, warum man etwas nicht kann, oder gerade keine Zeit hat, oder nicht geeignet ist… innehalten und genau das Gegenteil tun. Zum Sport gehen, Zeit schaffen, etwas Neues anfangen, genau das ausprobieren, von dem man meint, dass man es nicht kann. Dort hat man das größte Potential, zu wachsen und wachsen macht Spaß!

  1. Welche FitLine Produkte benutzt du? Und wie helfen sie dir bei deinem Sport?

Ich nutze Basics, Q10, Basen Plus und Restorate. Sie unterstützen mich bei der Aufnahme von wichtigen Vitaminen und Mineralien, die ich nicht immer in ausreichender Menge über die Nahrung aufnehmen kann. Vor allem die Erholung nach dem Training spielt eine wichtige Rolle. Sowohl das Crossfit Training, das ich für die Vorbereitung nutze, als auch das Apnoetauchen, ist eine intensive Belastung. Wichtig ist für mich, dass ich die Produkte einfach einnehmen und ihnen vertrauen kann.

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